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Zur Vereinsfahne

 

Die Vereinsfahne wurde im Jahre 1928, also schon sieben Jahre nach der Vereinsgründung, angeschafft. Sie wurde in erster Linie aus Spendengeldern finanziert und weht seit dieser Zeit bei allen kleinen und größeren Festen der Sängerschar voran. Zum 30-jährigen Gründungsfest des Vereins, am 2. Juli 1951 stifteten die Mädchen des Dorfes eine prunkvolle Fahnenschleife. Anlässlich der Überreichung dieser Schleife trug Fräulein Ilse Knoche (jetzt verheiratete Rasmus) folgendes, von Frau Lina „Rickchen“ Fischhaupt verfasstes Gedicht vor:
 

„Du alte Schleife
in Freud  und Leid
warst Kamerad du so lange Zeit.
Du trotztes Sturm und Wetterbraus,
fast bist du verwittert, doch hieltest du aus.
Ein Kleinod wurde dir zugestellt,
dies Banner, das gleich dir die Treue hält.
Vereint bleibt nun beide in Reih’ und Glied,
mit den Sängern zu schützen das deutsche Lied.
Dies Banner möge euch wehen
beim Gang froh voran,
und mögt ihr zu ihm stehen
geschlossen Mann für Mann.
Es möge euch weiterführren
zum Streit um Sängerpreis!
Möge sein Wimpel zieren
manch schönes Ehrenreis.
In lichter, stolzer Höhe,
das sei dein Ehrenplatz,
dort mögest du beschirmen
des Liedes herrlichen Schatz.
So geh’ der Weih entgegen,
hör’ treuer Männer Lied,
und möge reicher Segen,
dir stets Geleit:
Du treue Schleife,
in Freud und Leid!

Noch heute hat diese Fahnenschleife einen Ehrenplatz an der Spitze der Fahnenstange. Sie ist von blau-weisser Farbe und mit golden eingestickter Schrift steht auf ihr zu lesen: „Dem Männergesangverein Dorfitter zum 30jährigen Jubiläum gewidmet von den Mädchen“.Im Jahre 1986 stellt man die Überlegung an, eine neue Fahne zu kaufen oder die alte zu restaurieren. Man entschied sich für die Instandsetzung nicht nur wegen des deutlich geringeren Preises (ca. 3.000 DM aus Spendengeldern), sondern in erster Linie um die fast 70 Jahre alte Fahne nicht dem völligen Verfall preiszugeben.

Nach der Aufarbeitung präsentiert sich die Fahne in neuem Glanz
:

1. Seite:

2. Seite:

Auf blauem Grund sieht man inmitten einer Ellipse einen Schwan auf einer Lyra sitzen. Dahinter errblickt man die Strahlen der aufgehenden Sonne. Die Ellipse wird umrahmt von Eichenlaub. Auf der linken Seite steht „Gesangverein 1921, auf der rechten Seite „Dorfitter 1928“.

Auf beigem Grund ist ein Doppelkreis eingestickt. Im Inneren des Kreises sieht man eine junge Frau in wallendem, blau-roten Gewand, im Arm eine Harfe. Der Hintergrund wird gebildet von einer hügeligen Landschaft mit einer Warte. Auf dem Rand des Doppelkreises steht: „Gott gebe, dasß das deutsche Lied stets immer blüht.“ In den vier Ecken der Fahne erblickt man Notenlinien und Eichenlaub.

In stark symbolisierter Form wird auf beiden Seiten der Fahne auf die Stärke aber auch auf die Reinheit des deutschen Liedgutes hingewiesen. Sowohl die Fahne selbst als auch alle Symbole lassen uns voller Dankbarkei in die Vergangenheit, aber auch mit viel Zuversicht und Freude in die Zukunft blicken, daß der MGV Dorfitter noch viele schaffensreiche und glückliche jahre erleben möge !

Willi Butterweck